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Ratgeber · 21. August 2026 · Redaktion SW Studio

Was eine Firmenwebsite kostet: ehrliche Zahlen für den Mittelstand

Wer drei Angebote für eine Firmenwebsite einholt, bekommt oft drei Preise, die nichts miteinander zu tun haben: 800 Euro vom Studenten, 6.000 Euro von der kleinen Agentur, 30.000 Euro von der großen. Alle drei können seriös sein, denn sie verkaufen verschiedene Dinge. Dieser Artikel sortiert, was in einem Website-Preis eigentlich steckt.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Eine Website besteht aus vier Kostenblöcken, und jedes Angebot gewichtet sie anders:

  • Konzept und Struktur: Wer soll die Seite finden, was soll sie leisten, welche Seiten braucht es dafür? Der unsichtbarste Block, und der mit dem größten Einfluss auf das Ergebnis.
  • Inhalte: Texte, Fotos, gegebenenfalls Übersetzungen. Der am häufigsten unterschätzte Block: Billigangebote setzen schlicht voraus, dass Sie alle Texte selbst liefern.
  • Gestaltung und Umsetzung: das eigentliche Design und der Bau. Hier unterscheiden sich Vorlagen-Anbieter (Vorlage anpassen, wenige Stunden) und Individualarbeit (eigenes Layout, eigene Komponenten).
  • Laufende Kosten: Domain, Server-Betrieb, Pflege, Änderungen. Bei Baukasten-Abos versteckt sich hier über die Jahre oft mehr Geld als im Erstellungspreis.

Was welches Budget realistisch kauft

Als grobe Landkarte für kleine und mittlere Unternehmen, Stand heute und ohne Anspruch auf Centgenauigkeit:

  • Unter 1.500 Euro: Vorlagenarbeit oder Baukasten. Legitim für den Start, wenn jemand im Haus Texte und Bilder beisteuert. Die Grenzen zeigen sich bei Individualität, Ladezeit und spätestens beim Umzug.
  • 2.500 bis 8.000 Euro: das Feld, in dem die meisten soliden Firmenwebsites entstehen: individuelles Design, fünf bis fünfzehn Seiten, Textarbeit, saubere Technik, lokale Sichtbarkeit. Hier arbeiten wir am häufigsten.
  • 8.000 bis 20.000 Euro: umfangreiche Auftritte: Zweisprachigkeit, Download-Strukturen, Karriere-Bereiche, viele Inhaltsseiten, aufwendige Fotoproduktion. Typisch für produzierende Betriebe mit überregionalem Vertrieb.
  • Darüber: Portale, Shops mit vielen Produkten, Individualentwicklung mit Schnittstellen. Ein eigenes Thema mit eigener Kalkulation.

Die versteckten Kosten, nach denen niemand fragt

Der Erstellungspreis ist nur die halbe Rechnung. Fragen Sie bei jedem Angebot nach: Was kostet das Ganze über fünf Jahre? Ein Baukasten für 30 Euro im Monat schlägt mit 1.800 Euro auf, ohne dass die Seite je Ihnen gehört. Ein Pflegevertrag ist sinnvoll, wenn er Leistungen enthält, die Sie nutzen, unsere Sicht dazu steht auf der Seite zurWebsite-Betreuung. Und ein billiges Angebot, das alle Texte bei Ihnen ablädt, kostet Ihre Arbeitszeit, die in keiner Rechnung auftaucht.

Woran Sie ein ehrliches Angebot erkennen

Ein belastbares Angebot benennt den Leistungsumfang konkret: Seitenzahl, wer die Texte schreibt, wer die Bilder liefert, was mit der alten Website und ihren Adressen passiert (Stichwort Relaunch-Checkliste), welche laufenden Kosten folgen und wem die fertige Seite gehört. Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach, die Antwort ist aufschlussreicher als der Preis.

Und die wichtigste Einordnung zum Schluss: Eine Website ist keine Ausgabe, sondern ein Werkzeug mit Rechenaufgabe. Bringt eine 6.000-Euro-Website über drei Jahre zwei zusätzliche Aufträge pro Monat, ist sie das günstigste Werkzeug im Betrieb.

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